Krank und nichts scheint zu helfen?

Du hast schon alles probiert? Und auch der Tierarzt kommt nicht weiter? Dann hast Du hier weitere Möglichkeiten die oft nicht in Betracht gezogen werden.

Hi, ich bin Uwe. Du benötigst in etwa 5 Minuten zum Lesen.

Reden wir darüber, worüber niemand spricht

Der Hund verändert sich. Vielleicht nicht viel, aber Du merkst dass etwas nicht stimmt. Dieses Gefühl täuscht in der Regel nie.

Anfangs geht es wieder weg und wir denken auch gar nicht weiter dran. Super!

Aber was wenn es wieder kommt? Meist beginnt ein Marathon- viele Futterumstellungen, unzählige Arztbesuche, Antibiotika und Cortison.

Die Lösung scheint oft greifbar und doch tut sich nichts oder im schlimmsten Fall- es wird schlimmer oder neue Probleme stellen sich ein.

Schauen wir uns einmal den klassischen Verlauf an, den Hund gesund zu bekommen.

Du gehst zum Tierarzt. Du schilderst das Problem. Er bekommt eine Aufbauspritze. Es gibt hier selbst als Laie Anhaltspunkte, dass der Tierarzt oft ahnungslos ist. Dies erkennst Du nicht zueletzt daran, wenn ohne Diagnose Antibiotika und im nächsten Step Cortison verabreicht wird. Warum das so ist, ist einen eigenen Artikel Wert.

Einfach mal was weglassen

Für dich ist es wichtig, dass Dein Tier gesund wird. Dafür braucht es eine Ursache. Was bringt es Dir, wenn Du Kopfschmerzen hast, Tabletten nimmst, obwohl Dein Körper auf den ständigen Lärm in deinem Job reagiert? Hier hilft der Jobwechsel und nicht die Tabletten.

Genauso ist es mit deinem Hund. Überlege Dir, was kann vielleicht mal weggelassen werden, anstatt immer etwas zu geben?

Einfach mal die (z. B.) bunten Leckerlis weglassen, die voll mit Stoffen sind die deinem Hund schaden, anstatt ihm Medikamente zu geben.


Du kennst Deinen Hund am besten, daher liegt es auch an Dir zu überlegen was deinem Hund zuviel sein könnte!


Reflektiere einmal:

- zu viel Stress? Muss er überall mit hin oder verträgt er das allein sein nicht?

- zu viel Medikamente?  Hat sich wirklich was verbessert? Wenn nicht dann lass es weg! Ausgenommen natürlich   überlebensnotwendige Medikamente.

- zu viel (falsches) Futter? Ist es kraftspendend oder kraftraubend? Trockenfutter ist stark verarbeitet und benötigt, wie günstiges Nassfutter, viele Zusatzstoffe um es wieder schmackhaft zu machen.

- zu viel Bewegung? Für den gesamten Kreislauf ist Bewegung sehr wichtig. Aber auch genügend Ruhe ist notwendig um zu regenerieren.

- zu viel Termine? Hundeschule, Einzeltraining, den Besuch mit Hundefreunden, Hundesport usw. Auch hier gilt- weniger ist mehr und der Hund benötigt genügend Zeit zum Ausruhen.


Findest Du dich hier wieder?

Der Hund ist so viel komplexer als wir denken und behandelt wird

Ursachenforschung ist oft gar nicht so leicht. Daher macht es absolut Sinn den Körper von Grund auf zu verstehen und ihn entsprechend zu nähren um eben diveresen Krankheiten und Problemen vorzubeugen. Dies ist ganz nebenbei auch die günstigtste Variante, wenn man es auf das Hundeleben ausdehnt und betrachtet, anstatt ständig Kosten zu produzieren mit Mitteln die u. U. alles verschlimmern und man in dem Teufelskreislauf festhängen bleibt.

Also starte bei der Basis

Nimm das Trockenfutter für Welpen, Französische Bulldoggen dürfen nur Nassfutter essen, Frolic für Dalmatiner, Fleisch für Schäferhunde.... Kennst Du solche Aussagen?

So einfach ist es nicht? - richtig, denn es ist noch einfacher.


Viele streuben sich gegen die Behauptung, dass der Hund immer noch so nah mit dem Wolf verwandt ist, aber überlege Dir was dein Hund essen würde, wenn er ohne Zivilisation von jetzt auf gleich leben müsste? Wem rennt er hinterher? Dem Weizengras? Wer fängt an zu heulen wenn ein Wolf im Fernseher heult? Dein Hund.

Vom Körper wie ein Wolf

Der Wolf ist ein Zehengänger, genau wie unsere Hunde. Er ist daher, anatomisch betrachet, auch ein Raubtier. 

Die Zähne sind die selben wie die eines Karnivores (Fleischfresser). Hunde schlingen gerne ihre Nahrung und das zu recht. Sie halten ihre Beute fest, reißen mit ihren Reißzähnen das Fleisch ab und schlingen es herunter. Genau dafür ist das Gebiss ausgelegt. Kauen? Fehlanzeige und das ist auch gut so. Die Futterindustrie umgeht den Aspekt und erklärt munterfröhlich weiter, dass Trockenfutter die Zähne säubert. Dass aber der pH-Wert im Mund dafür verantwortlich ist, erzählt natürlich niemand.

Wenn wir uns also den Wolf als Beispiel nehmen, dann ist es auch schon erledigt. Analysieren wir dessen Ernährung, sind wir schon am Ziel.

Alles spricht für eine natürliche Nahrung aus Fleisch

  • Auf den (wahren) Fleischanteil achten
    Viele werben mit tollen Bildern auf ihrer Verpackung und (z. B.) purem Rindfleisch. Das verlockt, aber Achtung! Der wirkliche Fleischanteil steht hinten drauf- in der Deklaration. Ja es mag Rindfleisch pur sein, aber zu welchem Anteil? Meist sind es nur wenige Prozent und der Verbraucher wurde getäuscht. Darüber hinaus ist auch oft unklar was noch verarbeitet wurde.
  • Sind 100% deklariert? Auch hier sind viele Hertseller nachlässig. Dies liegt meist daran, dass die gelieferten Rohstoffe nie die selben sind und sie sich einen, leider gesetzlich erlaubten, Spielraum lassen. Die Folgen hiervon sind dann oft "Allergien" und/oder Unverträglichkeiten. Meist ist dem gar nicht so, aber mit solchem Futter werden Auschlussdiäten versucht und es wird nie zu einem Ergebnis kommen können, da eben nicht klar ist woraus das "nicht deklarierte" besteht. Auch hier drauf achten- Vorne wird mit Rind geworben und es ist noch Huhn, Lamm etc. verarbeitet. Meist sind auch nur wenige Prozent angegeben
  • Auf die Bezeichnungen achten
    Auch hier gilt es wieder zu unterscheiden- was wird vorne angeprießen und was steht in der Deklaration?
     Rind ist eben genau so gemeint. Alles was am Rind dran ist, kann "Rind" sein. Wenn sie Rindfleisch verarbeiten, dann deklarieren sie auch Rindfleisch. 
  • Sind Zusatzstoffe enthalten? Fleisch liefert dem Hund alles was er braucht, daher benötigt es keine Zusatzstoffe. Überall wo Zusatzstoffe verarbeitet sind, deutet dies auf eine starke Verarbeitung der Rohstoffe hin, sodass diese "zerstört" wurden (meist um Keimen vorzubeugen) und um den Hund nicht nur "leeres Futter" essen zu lassen, werden chemische Zusatzstoffe hinzugefügt um die Nährstoffe aus dem Fleisch wieder zu imitieren. Paradox, aber so arbeitet die Futterindustrie zu 80%.

Wer Gutes hat, erwähnt dies auch, oder?

Der Gesetztgeber verlangt einen Fleischanteil von überragenden 4%. Leider gibt es viele Hersteller die auch eben nur das Mindestmaß verwerten. Wenn man bedenkt, dass ein Fleischanteil von über 90% angebracht ist, damit der Körper richtig funktioniert.

Darüber hinaus dürfen Sie sich auch fragen, warum jemand nicht richtig deklariert oder das Futter verarbeitet bis es "kaputt" ist und künstlich alles wieder hinzufügt? Richtig, sie lieben nicht Ihren Hund, sondern den Profit.  Daher heißt es immer- da wo viel Werbung gemacht wird, da ist wenig Qualität zu erwarten.

Aber glauben Sie mir nicht und begeben sich selbst einmal auf die Reise von Frolic, Chappi und Co. und natürlich all den Herstellern die Sie interessieren.

Also was kann ich denn nun Füttern?

Achten Sie auf die oben angegebenen Punkte. Grundsätzlich gilt als Maßstab 1/3 Innereien und 2/3 Muskelfleisch ( die Angabe (z. B.) Rindfleisch bezeichnet Muskelfleisch).

Bevor Sie jedoch mit einer Umstellung beginnen, berücksichtigen Sie die Belastung des Körpers durch die chemischen Zusatzstoffe oder auch die Umweltgifte durch die Bestreuung der Felder und Wiesen oder durch Dünger-, Pestizid-, Fungizid- und Herbizidrückstände. Über weitere Gifte bedarf es eines weiteren Artikels. Daher macht es absolut Sinn den Körper zu entgiften. Anschließend den Darm aufbauen. Dass die Nährstoffe auch wieder aufgenommen werden können und der Körper regeneriert.

Packen Sie mich am Schopf, aber es wird besser werden

Natürlich kann ich Ihnen keine Garantie liefern, dass sich alles wieder regeln wird und ihr Hund gesund wird, aber ich weiß eines aus meiner Praxis- wenn Sie sich zu 100% dran halten und so natürlich und artgerecht füttern, dann hat es nahezu jeder Hund geschafft, selbst die schlimmsten, Krankheiten wieder los zu werden.

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    Stellen Sie ihr Futter auf eine natürliche Nahrung um! Dabei gilt wie bei uns Menschen auch- so unverändert wie möglich.
  2. 2
    Entgiften. Dem Körper die Chance eröffnen, dass sich die Organe wieder richtig ausrichten können.
  3. 3
    Darmaufbaukur. Damit der Darm wieder die Möglichkeit hat, auch die Nährstoffe aufzunehmen und zu speichern.

Was dich erwartet

  • Wieder gerne kuscheln, da angenehmer Geruch
  • Keine Diät mehr, da Einstellung vom Idealgewicht
  • Stolz sein - Feines, glänzendes Fell
  • weniger saugen, da weniger Haarausfall
  • Weniger Kot aufsammeln, weniger Kotabsatz
  • Volle Kontrolle -Übersicht der Inhalte
  • Dauerhaft gesund - Stärkung des Immunsystems

Was Du derzeit hast

  • Hund ist zu dick
  • Keine Kontrolle über die Inhalte
  • stumpfes, strohiges Fell
  • Zahnstein
  • Hund "riecht"
  • Allergie
  • Dehydrierung bei Trockenfutter
  • Juckende Stellen

Trauen Sie sich das zu!

Geben Sie sich Zeit. Wenn es noch einen Faktor gibt der ebenfalls wichtig ist, dann Zeit.

Ein halbes Jahr ist normal und mindestens angebracht. Eher ein Jahr.

Beobachten Sie was sich in dieser Zeit alles verbessert und vertrauen Sie sich.

Nur Sie kennen Ihren Hund.

Uwe Jäger

zertifizierter Ernährungsberater

Über mich

Meine Frau gründete im Jahre 2017 eine Hundepension. Seitdem machte sich Fassungslosigkeit breit. Warum ist nahezu jeder Hund krank?

Selbst haben wir einiges am Futter geändert und Verbesserungen erzielt und mit der Dauer waren sie gesund bis heute. Also war es klar, dass ich helfen möchte. Ich bin heute noch fasziniert wie einfach es ist Hunde gesund zu halten und auch wie hartnäckig sich der Aberglaube über manches Futter festgestetzt hat. Genau da packe ich an, denn ich kann Ihnen vieles erzählen wenn Sie es nicht selbst erlebt haben. Also es geht nicht nur um Ihren Hund, sondern auch um Sie. Dass Sie immer wieder selbst handeln können um Ihrem Hund zu helfen.

Sie haben Fragen? Bitte kontaktieren Sie mich!